Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Das Nationale Bildungspanel (National Educational Panel Study – NEPS) betrachtet das Lernen im Erwachsenenalter aus der Perspektive der lebenslaufbezogenen Längsschnittforschung. Der Beitrag beschreibt die Anlage und methodische Herangehensweise des NEPS unter besonderer Berücksichtigung der Erwachsenenkohorte. Hier werden Bildungs- und Erwerbsverläufe sowie die damit einhergehende Kompetenzentwicklung über den Lebensverlauf von Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter untersucht. Insgesamt werden i…
Seit Ende der 80er Jahre hat sich auf unterschiedlichen Ebenen die Diskussion um ein neues Verständnis von Erwachsenenbildung in der Region entwickelt, das vor allem durch die Leitideen von Gemeinwesenarbeit und eigenständiger Regionalentwicklung geprägt ist. In dem Sammelband geht es um Erfahrungen und Perspektiven regionaler Erwachsenenbildung im Umbruch. Neben einer Zwischenbilanz mit Berichten und Analysen von unterschiedlichen Trägern aus der ländlichen und regionalen Weiterbildungspraxis …
Dieser Beitrag befasst sich mit der Frage, wie der Begriff „Grundbildung“ vor dem Hintergrund von Interessen und Machtverhältnissen in der öffentlichen Bildungsverwaltung der Länder definiert wird. Mit Blick auf die New Literacy Studies werden empirisch-qualitative Ergebnisse zum Verständnis von Grundbildung und darauf bezogene Begründungslinien dargestellt. Diese wurden mittels leitfadengestützter Interviews erfasst und unter Rückbezug auf Neo-Institutionalismus und Bourdieus Ansatz zum Staat …
Lernforschung - ein Rückblick Die Geschichte der empirischen Erforschung des Lernens Erwachsener lässt sich bis in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückverfolgen. In diesem Beitrag werden einige interpretative Lehr-Lernforschungen der Erwachsenenpädagogik in Erinnerung gerufen. Es entsteht der Eindruck, dass das disziplinäre Gedächtnis der Wissenschaft der Erwachsenenbildung unterentwickelt ist, da viele aufschlussreiche ältere Untersuchungen in Vergessenheit geraten zu sein scheine…
Der Autor liefert eine Reihe von Beispielen für die schon heute existierenden Überschneidungen von praktischer Sozialarbeit und Erwachsenenbildung. Angesichts des Auftrags, allen Menschen das Mitkommen in der beschleunigten Lebens- und Arbeitswelt zu ermöglichen, sollten beide Disziplinen stärker zusammen gehen: Die Erwachsenenbildung muss sich der Sozialarbeit öffnen, und die Sozialarbeit muss sich als erwachsenenbildnerisch durchdrungen verstehen.
Welche Fähigkeiten brauchen Menschen, um in Krisen und Katastrophen handlungsfähig zu bleiben? Disaster Preparedness umfasst nicht nur die organisatorische Vorbereitung auf kritische Ereignisse, sondern auch die Förderung psychischer Resilienz als zentralen Bestandteil wirksamer Vorsorge. Der Beitrag beschreibt Resilienz als Bündel adaptiver Kompetenzen, erläutert ihre Bedeutung für Bevölkerung und Einsatzkräfte und diskutiert, wie diese durch Bildungs- und Trainingsangebote gezielt gefördert w…
Rund 1,4 Millionen Lernende haben sich in den vergangenen fünf Jahren im vhs-Lernportal registriert – und nicht eine Person musste allein lernen. Auf der Online-Lernplattform des Deutschen Volkshochschul-Verbands (DVV ) werden alle Lernenden tutoriell betreut: Für diejenigen, die unabhängig von einem Kurs lernen, übernehmen geschulte Online-Tutor*innen die Lernbegleitung.
In zehn Thesen lotet der Autor das Verhältnis von Wissenschaft und Praxis der Erwachsenenbildung aus. Beide Bereiche sind an vielen Stellen eng miteinander verwoben, ihr Verhältnis aber ist komplex und nicht friktionsfrei. Gleichwohl bleibt es, so das Fazit des Autors, im Sinne einer gegenseitigen Perspektivenanreicherung gestaltbar.
Wie wird Inklusion in der Erwachsenenbildung in Deutschland gestaltet? Am Beispiel von Angeboten für Menschen mit »Lernschwierigkeiten« bzw. »geistiger Behinderung« zeigt der Autor die Bandbreite inklusiver Ansätze, die von der Öffnung ganzer Programme über einzelne Angebote bis hin zum Einsatz von Menschen mit Behinderung als Lehrende reichen.
Die historische Entwicklung der Islamischen Frauenbildung ist bis heute weitgehend ungeklärt. Zum Teil liegt dies in der fehlenden schriftlichen Überlieferungen von Selbstaussagen von Frauen und der erdrückenden Dominanz der männlichen Perspektiven begründet. Zwei trotzdem bekannte Beispiele sollen hier aufgeführt werden.