Aktuelle Ausgabe
Krisen und Katastrophen als Thema der Erwachsenenbildung: Die aktuelle Ausgabe von weiter bilden zu Disaster Preparedness in Praxis und Forschung.
Kooperieren ist eine elementare Praktik in der Erwachsenen- und Weiterbildung, so Matthias Alke im »Stichwort«. Wie diese Praktik in der Digitalisierung Einrichtungen und Verbände herausfordert, diskutieren Mathias Repka, Christof Schulz, Julia von Westerholt und Beatrice Winkler im »Gespräch«, während Jan Koschorreck und Angelika Gundermann zeigen, dass Kooperieren besonders geeignet ist, die Bewältigung der Digitalisierung zu unterstützen. Michael Marquart und Florian Köhler widmen sich mit i…
Die Corona-bedingte Schließung von Einrichtungen der Erwachsenen- und Weiterbildung hat vor allem diejenigen Lehrenden hart getroffen, die freiberuflich Kurse leiten. Am Beispiel der Volkshochschulen zeigt die Autorin, welche Auswirkungen die Pandemie für Solo-Selbständige hatte und wie Einrichtungen und Politik reagiert haben.
Dieses Lehrbuch bietet einen Überblick über den Diskussions- und Forschungsstand zu den Institutionen der Weiterbildung. Weiterbildung ist ein Teil des Bildungswesens. Da sie aber zugleich auf vielfältige Weise mit der Gesellschaft verknüpft ist, lässt sie sich im Vergleich zu den anderen Bereichen des Bildungssystems nur unscharf institutionell abgrenzen. Um diese institutionelle Differenziertheit der Weiterbildung zu erschließen, werden sozialwissenschaftliche Konzepte aufgegriffen. Auf diese…
Seit Jahrzehnten wird Krisenvorsorge im Gesundheitssektor als technisch-institutionelle Aufgabe begriffen. Die Bevölkerung wird dabei meist übersehen – obwohl sie die Schlüsselressource in jeder Krise ist. Und diese Ressource lässt sich bilden. Wortwörtlich. Warum Information während der Pandemie nicht ausreichte, um Panik und Verharmlosung zu verhindern – und was Deutschland von Finnlands „Comprehensive Security“ lernen kann, wo Medienkompetenz offiziell als Verteidigungsinstrument gilt.
Radikalisierung wird meist als Jugendphänomen behandelt – dabei zeigen Daten aus mehreren Bundesländern einen erheblichen Anteil älterer Menschen in extremistischen Szenen, von Reichsbürgern bis Islamismus. Anders als bei jungen Menschen fehlt hier jedoch ein zentraler Erreichbarkeitsweg wie die Schule. Isabel Lang zeigt, welche Projekte bereits ansetzen, wo Lücken bestehen – und warum Radikalisierungsprävention zu einem wichtigen Themenfeld der Erwachsenen- und Weiterbildung werden muss.
Forschungsleistungen der Erwachsenenbildung sind bislang nur unvollständig und über zahlreiche Datenquellen verteilt sichtbar. Der Bericht untersucht bestehende Informationsangebote und zeigt Grenzen hinsichtlich Vollständigkeit, Zugänglichkeit und technischer Anschlussfähigkeit auf. Um Forschung langfristig besser sichtbar und für Wissenschaftsforschung nutzbar zu machen, sollten vorhandene Infrastrukturen stärker verknüpft, persistente Identifikatoren wie ORCID systematisch genutzt und ein ko…
Die Frage, was aus der Geschichte für die Zukunft gelernt werden kann bzw. ob eine Beschäftigung mit ihr zukunftsfähige Lernprozesse anregt, wird kontrovers diskutiert. In ihrem Beitrag vertritt Christine Zeuner die Auffassung, dass die Auseinandersetzung mit historischen Ereignissen insbesondere zur Aneignung historischer Kompetenz (Negt, 2010) und zur Entwicklung einer kollektiven Erinnerungskultur (Assmann, 2016) führen kann und die Entfaltung einer kollektiven professionellen Identität bei …
Welche praktischen Probleme ergeben sich bei der Anwendung der Lebensweltorientierung in der Erwachsenen- und Weiterbildung – und welche Deutungsmöglichkeiten bietet die Literatur? Hierzu beleuchtet der Autor zentrale Passagen eines Originaltextes der phänomenologischen Soziologie zur »Lebenswelt« (Schütz & Luckmann, 1975) sowie ihrer Rezeption durch einen Protagonisten der Erwachsenenbildungsforschung (Wittpoth, 2014).